Weimar Teil 3 – Goethe „Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt“

Natürlich waren es Goethe und Schiller, die mich schon seit einiger Zeit nach Weimar „gezogen“ haben. Besonders seit mir meine Schwester Sandy an Weihnachten 2015 diese Handpuppen von Goethe und Schiller geschenkt hat, die sie selbst direkt in Weimar gekauft hat.

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Und nun konnte ich endlich den beiden Herrschaften näher sein. Ich kann euch eins versichern, nach 3 Tagen Weimar und unzähligen Museen merkt sich auch ein so löchriges Gedächtnis wie meines endlich wieder die wichtigen Eckpunkte im Leben der beiden Dichter und Denker.

Goethe reiste 1775 zum ersten Mal nach Weimar, auf Einladung des jungen Herzog Carl August (Sohn von Anna Amalia).

Bevor Goethe in sein eigentliches  Haus am Frauenplan zog, lebte er im „Gartenhaus“ im Park an der Ilm. Das haben Will und ich eigentlich erst nach dem eigentlich Wohnhaus abends angeschaut, als es schon zu war. Reingehen wollten wir auch gar nicht, sondern lieber den Spaziergang durch den tollen Park genießen und dann mit einer Flasche Rotwein vor Goethes Gartenhaus auf einer Parkbank den Tag ausklingen lassen. Wie so einige Schriften bestätigen, hat auch Goethe oft abends im Park herumflaniert und dort auch seine Frau zum ersten Mal getroffen.

In das Goethehaus am Frauenplan (siehe unten) zog Goethe zunächst als Mieter ein, bekam es dann aber später vom Herzog geschenkt und baute es für sich um. In diesem Haus lebte Goethe fast 50 Jahre lang, denn er wurde, für die damalige Zeit recht alt (82 Jahre).

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Neben dem Goethehaus, welches man als Museum durchlaufen kann, wurde auch das Goethe Nationalmuseum erbaut, in welchem man wirklich alles, was man evtl. bisher noch nicht von Goethe wusste, erfahren kann. Der Mann war wirklich sehr vielseitig.

Aber zunächst einmal ein wichtiges Bild. Ich glaube dies ist einigen von euch bekannt, es zeigt Goethe in seiner Schreibstube zusammen mit seinem Diener und Schreiber, dem er seine Werke diktiert hat. Natürlich kann man sich auch dieses Zimmer in Goethes Haus anschauen und wie man im unteren Bild sieht, ist alles fast noch genauso erhalten geblieben.

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Die Bilder von Goethes Wohnhaus habe ich in der u.a. Diashow zusammengefasst. Es gab natürlich noch viel mehr zu fotografieren, aber man muss es einfach mal selbst durchlaufen haben. Auch der Garten zum Haus ist bis heute noch super angelegt und sehr schön.

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Goethe war auch ein leidenschaftlicher Sammler von verschiedenen Kunstwerken und zur damaligen Zeit waren diese Sammlungen natürlich auch dazu gedacht, um zu zeigen, wie reich und kultiviert man war. In Goethes Haus gab es mehrere Räume, die nur zu repräsentativen Zwecken genutzt wurden. In diesen lud er täglich verschiedene Künstler ein, um mit ihnen über seine Werke, das Zeitgeschehen und viele andere Dinge zu diskutieren. Hier weilte auch Schiller oft, mit dem er zusammen die Literaturzeitschrift „Die Horen“ herausbrachte.

Natürlich ist dieses Haus eine richtige Touristenattraktion, die Menschen laufen scharenweise hindurch und viele Schulklassen wurden teilweise gelangweilt, teilweise interessiert durch die einzelnen Räume geschleppt. So verliert man immer wieder zwischendrin die Atmosphäre, aber manchmal in kurzen Momenten konnte man sich wirklich gut vorstellen, wie Goethe damals dort gelebt und gedichtet hat.

Im angrenzenden Nationalmuseum kann man die Ausstellung „Lebensfluten – Tatensturm“ anschauen, die nach verschiedenen Themengruppen sortiert ist (Genie, Gewalt, Welt, Liebe, Kunst, Natur und Erinnerung). Eigentlich müsste man zwischen beiden Museen erst einmal ausgiebig Pause machen und alle Eindrücke verarbeiten. Da sie aber im selben Gebäude liegen macht man evtl. nur kurz auf einer Parkbank in Goethes Garten halt, gibt seinem geschundenen Rücken ein paar Minuten im Sitzen Ruhe, schaut einfach nur vor sich hin, weil das Gehirn vor so vielen Eindrücken noch nicht mal mehr fähig ist einen normalen Satz zu formulieren.

Die Ausstellung begann mit einer tollen Übersicht, die über den halben Raum ausgebreitet war. Eigentlich etwas, was Will und ich in den letzten Tagen immer wieder versucht haben einzuordnen. Wir kommen ja beide nun aus sehr unterschiedlichen Ecken….mich interessiert eigentlich vorwiegend die Literatur und somit auch die einzelnen Epochen und er ist ja eher der Geschichtsfreak, der sich lieber archäologische Museen und geschichtliche Museen anschaut (die ich eher langweilig finde). In Weimar haben wir aber versucht den einzelnen Literaturepochen, geschichtliche Epochen zuzuordnen, bzw. haben nach einem Überblick gesucht, auf dem beides vereint ist. Dies gibt es eher nicht, aber im Museum wurde versucht in dieser Übersichtstafel das Leben Goethes und seine Werke zeitlich mit historischen Ereignissen zu vergleichen. Das war wirklich sehr spannend und hat meinen müden Geist wieder aufwachen lassen.

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Fotos habe ich nicht so viele gemacht, ich glaube, ich war auch einfach überwältigt von den vielen Ausstellungsstücken und konnte mich gar nicht entscheiden, was ich nun alles fotografieren wolle. In beiden Museen waren wir auch mit Audioguides ausgestattet und so rieselten ständig irgendwelche Infos auf einen ein. Will und ich gehen durch die Museen auch mit unterschiedlichem Tempo, bzw. jeder bleibt natürlich bei anderen Sachen länger stehen und verweilt mal oder geht weiter.

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Eine gute weitere Erklärung zur Ausstellung habe ich auf dieser Seite gefunden. Sehr lesenswert und es sagt eigentlich alles Wichtige aus (Gute Info Goethe Nationalmuseum. )

Will und ich sind dann erstmal Mittagessen gegangen und haben alles sacken lassen. Eigentlich müsste man sich Tage in den einzelnen Museen aufhalten, um wirklich alles genau zu erlesen, anzuschauen und zu kapieren. Wir brauchten aber noch ein wenig Platz in unseren Gehirnzellen, denn nach dem Essen ging es gleich weiter, sozusagen als Nachspeise, ins Schillermuseum.

Aber dazu mehr im nächsten Blog.

Ach und ja, es ist jetzt genau 4.33 Uhr morgens und ich werde dieses Posting gleich veröffentlichen. Ich sitze im Wohnzimmer meiner Mutter, seid gestern sind wir wieder in Baunatal und bin vor einer Stunde aufgewacht und konnte einfach nicht mehr schlafen. Also dachte ich mir, dass ich die Zeit mit etwas sinnvollem verbringe.  Getroffen habe ich bisher hier meine Mutter und Gavin, die auch nicht schlafen konnten….komisch…Gavin sitzt nun mit seinem Ipad neben mir und surft….das wird ein Spaß, wenn wir in 2 Stunden aufstehen wollen, um recht früh von Kassel loszufahren, da es wohl sehr voll auf der Autobahn werden soll. Naja, dann muss Will fahren und der Rest von uns pennt.

 

Weimar Teil 2 – Anna Amalia Bibliothek

Bevor wir nach Weimar gefahren sind, haben wir natürlich schon einiges recherchiert und im Internet angeschaut und sind so auf die Weimar card gestoßen. Viele größere Städte bieten diese Karten ja bereits an, denn mit ihnen kann man in viele Museen und Ausstellungen gehen und Geld und Zeit sparen. Wir haben uns die Karten nach Hause schicken lassen, weil wir dachten, dass wir so nicht erst ins Tourismusgeschäft in Weimar gehen müssten. Das war im Nachhinein total sinnlos, weil wir durch die super zentrale Lage des Hotel Elephants direkt am Marktplatz wohnen und dort auch das Tourismusbüro ist. Hier noch einmal eine kurze Hyme auf das Hotel (siehe Teil 1), denn man wohnt so zentral, dass wirklich alles in alle Richtungen zu Fuß begehbar ist. Wir haben Glück und diese Woche ist es nicht wirklich extrem heiß, genau richtig, um Dinge in der Stadt zu erkunden, aber bei richtig heißen Temperaturen wird es im Hotel etwas ungemütlich, denn, bei so einem alten traditionsreichen Haus, sucht man die Klimaanlage vergebens.

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Aber nun zurück zur Kultur. Da wir die Weimarkarte „nur“ 48 Stunden hatten, mussten wir im Vorfeld genau überlegen, ab wann wir sie einsetzen würden. Aus diesem Grund haben wir an unserem Ankunftstag viele Sachen abgelaufen, die man nur von außen betrachten konnte oder die nicht in der Weimar Karte enthalten waren.

So auch die Anna Amalia Bibliothek, für die man sich eigentlich im Vorfeld Karten reservieren sollte, das hatten wir aber versäumt und sind deshalb am Dienstag direkt morgens hin und hofften auf Karten an der Tageskasse. Die Bibliothek liegt direkt hinter dem Hotel, wir mussten also wirklich nur über den u.a. Platz laufen, vorbei an der Hochschule für Musik, aus der an allen Ecken klassische Musik ertönte und schon waren wir da.

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Wir hatten Glück und konnten noch Karten für den 10 Uhr Einlass bekommen. Wie schon erwähnt, die Anna Amalia Bibliothek ist nicht in der Weimar Card enthalten und auch nicht gerade billig, aber es war es mir wert.

Wenn man in Weimar ist, begegnet einem der Name Anna Amalia immer wieder. Es gibt Hotels, Restaurants und Museen mit ihrem Namen. Das liegt daran, dass ohne diese Dame Weimar gar nicht dieser besondere Ort der Literatur und Künste allgemein geworden wäre. Anna Amalia, Herzogin von Weimar und Umgebung, musste in jungen Jahren die Regierungsgeschäfte übernehmen, da ihr Mann verstarb und ihr Sohn viel zu jung war, um die Geschäfte zu übernehmen. Sie war aber gleichzeitig eine Frau der Künste und man sagt heute, dass es die Weimarer Klassik (eine Literaturepoche, die eigentlich nur durch Goethe und Schiller, die in Weimar zusammen gekommen waren, entstanden ist) ohne sie gar nicht gegeben hätte. In ihren Tafelrunden trafen sich ab 1775 regelmäßigen die „großen Denker und Dichter“ und diskutierten über so einiges. Im Bild unten sieht man die Dame.

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Durch diese Tafelrunden wurde Weimar ein Zentrum der Kultur, Anna Amalia gründete das Deutsche Schauspiel in Weimar und so siedelten sich immer mehr Dichter in Weimar an. Aus diesem Grund ließ sie auch das ehemalige Renaissance Schloss in eine Bibliothek umbauen. Der Rokokosaal dort ist bestimmt einigen von euch schon von Bildern bekannt.

Ihr könn euch vorstellen, dass ich den Saal mit eigenen Augen sehen wollte, Bücher, soweit das Auge blickt und dann noch so stilvoll umrandet….ein Traum. Nicht umsonst sage ich immer wieder, dass mein heimlicher Traum das Eröffnen eines kleinen Buchladens ist. Natürlich ohne die Aussicht damit wirklich Gewinn zu machen, so was  geht leider heute nicht mehr. Und dann dort mit Menschen sitzen und über Literatur diskutieren, Scheitern tut das natürlich an der Realität und daran, dass ich momentan eigentlich gar nicht mehr lese. Die Muse ist mir ja, wie schon geschrieben, irgendwie abhanden gekommen. Trotzdem verbinde ich noch immer sehr viel mit Büchern, liebe den Geruch…..das erinnert mich immer wieder an das Öffnen von Buchpaketen während meiner Ausbildung im Buchladen, dieser Geruch von frischgedruckten Büchern. Traumhaft.

Aber nun zurück zum Saal. Wirklich sehr beeindruckend. Man watschelt überwiegend durch diesen, grazil laufen ist hier absolut nicht angesagt, denn man muss die überdimensionalen großen Hausschuhe über seine Schuhe ziehen, die eigentlich nur eine rutschende Fortbewegung zulassen.

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Und ja, ich habe da meinen Kopf mit ins Bild geschmuggelt, damit ich mir dann wirklich selbst beweisen kann, dass ich auch da war. Ein Kollege in der Schule, mit dem ich auch über Facebook befreundet bin, sagt mir immer, dass meine Bilder, die ich da so poste, ja gar nicht so schlecht wären, wäre da nicht immer mein überdimensional großer Kopf, der vorne am linken oder rechten Bildrand zu sehen ist. Lieber Lieblingskollege, mein Kopf, der ist da immer, weil ich nicht will, dass der Rest meines Körpers auf diesen Bildern zu sehen ist. Glaubt mir, auch das habe ich schon probiert…der arme Will….machte ungeahnt immer wieder Bilder von mir……schrecklich…..meine mittige Körperausdehnung hat sich überproportional zu dem Rest entwickelt und da bleibt es dann doch lieber bei dem Riesenschädel, der am Rande vieler Fotos zu sehen ist.

Ich schweife ab, schrecklich, vielleicht liegt es daran, dass es gerade in Weimar regnet und wir eine Pause im Hotelzimmer einlegen, bevor es gleich zum Goethe und Schillerarchiv geht. Also habe ich etwas Zeit. Zeit, die Bücher unten noch einmal zu betrachten….dicke Wälzer waren da in der Bibliothek zu finden.

Und natürlich Goethe und Schiller , wie sollte es denn auch anders sein.

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Leider kann man nur von unten die verschiedenen Etagen des Rokokosaal betrachten, aber besser als gar nichts.

Was mich aber viel mehr bewegt hat, man glaubt es kaum, war die Ausstellung über das Feuer in der Anna Amalia Bibliothek im Jahre 2004……wie schrecklich das für die Menschen, die dort die Bücher gesammelt und restauriert haben, gewesen sein musste. Ausgelöst wahrscheinlich durch einen Kabelbrand im Dachboden stand die Bibliothek in Flammen. 50 000 Bücher sind verbrannt und 118.000 mit Brand- und Löschwasserschäden geborgen. Viele Helfer schafften es in dieser Nacht die Bücher in Sicherheit zu bringen, einige wurden sofort gefrier getrocknet andere direkt gereinigt.

Ich habe mal ein paar Bilder unten reingestellt (das ist eine Diashow….mal was Neues hier im Blog ausprobieren)

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Was da für Schätze in dieser Nacht verbrannt sind, unglaublich. 10 Jahre hat es gedauert, den Saal und viele Bücher zu restaurieren, man ist immer noch nicht fertig. Viele Erstausgaben sind verbrannt.

Eine für mich sehr beeindruckende Bibliothek. Leider konnten wir nicht in diesen Lesesaal….ich glaube ich hätte Schnappatmung bekommen. Aber Will hat mir versprochen, dass er mir, wenn wir groß und berühmt sind, so etwas baut. Na dann kann ja nichts mehr schief gehen.IMG_4862

Weimar Teil 1 – Hotel Elephant

Weimar. Endlich haben wir es geschafft in die Stadt zu fahren, die ich schon so lange besuchen wollte. Die Stadt von Goethe und Schiller. Da geht mir tatsächlich ein bisschen das Herz auf, denn wenn es um Literatur geht, dann finde ich das alles sehr spannend. Nicht mehr ganz so wie früher, das muss ich leider zugeben, irgendwie ist die Zeit, das Interesse, die Muse nicht mehr so da die Klassiker zu lesen und sich richtig damit zu befassen. Und, manches ist mir da auch zu fremd, ich verstehe es nicht mehr so richtig und mir fehlen die Zusammenhänge, denn mein Gedächtnis hat mich doch in den letzten Jahren ein wenig im Stich gelassen. Würde ich doch so gerne jetzt durch die Museen hier schreiten und die Literaturepochen nur so aus mir rausschreien, mit Zeitangabe, Autoren und Werken…..aber da ist leider eher gar nichts mehr wirklich hängen geblieben. Da muss ich jetzt dreimal im Internet nachlesen und hab es dann doch wieder vergessen. Okay, Goethe, wann lebte der noch mal? Welche Literaturepochen hat er mit durchlaufen? Wie hab ich mir das früher alles merken können? Wie toll war es, wirklich die Zusammenhänge zu verstehen. Nach meiner Lehre als Buchhändlerin war das Germanistikstudium in Mainz eine echte Bereicherung. Ich fand das alles toll. Jetzt erscheint es mir, als wäre mein Geist müde. Aber gerade deshalb ist diese kurze Reise nach Weimar vielleicht für mich so wichtig. Sie gab mir den Grund sich doch wieder ein bisschen in das ALTE hineinzudenken. Eigentlich hatte ich ein Apartment in Weimar für die ganze Familie gebucht, aber Joanna und Gavin haben sehr schnell klar gemacht, dass sie die Zeit lieber bei Oma Helli und Ferdi verbringen und endlich ein bisschen Ruhe von uns nervigen Eltern haben wollen. Natürlich waren Will und ich nicht böse drum…das hieß ja von Montag bis Donnerstag Weimar ohne Kinder. Yeah… Also habe ich schnell das Apartment storniert (wenn wir nur zu zweit sind, dann kann es auch ein Hotel sein 🙂 und war auf deiner Suche nach einem schönen Hotel.

Ich brauchte nicht lange suchen und stolperte direkt über das Hotel Elephant. Thomas Mann hat seinen Roman „Lotte in Weimar“ dort spielen lassen und viele weiter Dichter und Denker gingen dort ein und aus. Ein wirklich historisches Haus, was einfach besucht werden musste.

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Auf dem Balkon vor dem Haus sieht man immer wieder unterschiedliche Figuren stehen, momentan ist es Luther, der sich auch oft in Weimar aufgehalten hat.

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Natürlich habe ich mir sofort, nach der Reservierung online noch einmal „Lotte in Weimar“ gekauft und begonnen zu lesen. Wollte ich doch vor unserer Ankunft noch schnell das Buch gelesen haben. Die Realität sah leider anders aus, ich bin bis Seite 56 gekommen, der Alltag hat mich eingeholt und das Ende des Schuljahres ließ irgendwie nicht viel Zeit zum intensiven Lesen zu. Aber ich bleibe dran.

Im Hotel findet man an jeder Ecke Bilder oder Original Handschriften von berühmten Gästen. Hier z.B: Thomas Mann, der nach der Neueröffnung des Hauses im Jahre 1955 der erste Gast war.

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An einer anderen Stelle im Hotel findet man Zitate aus verschiedenen Büchern, die das Hotel namentlich erwähnen.

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Das Hotel erlebte aber auch seine „dunklen Zeiten“, wie es auf der Webseite selbst zu lesen ist, denn Adolf Hitler weilte sehr oft im Hotel Elephant, da es ihn häufig nach Weimar zog. (Dazu noch später mehr). Im Bild unten sieht man ihn aus dem Fenster lehnend und die Menge soll gerufen haben: „Lieber Führer komm heraus, aus dem Elefantenhaus. Lieber Führer sei so nett, tritt zu uns ans Fensterbrett.“

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Aber auch weitere berühmte Persönlichkeiten haben das Hotel besucht, wie man unten sieht.

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Es ist wirklich ein schönes Hotel, mit viel Geschichte um einen herum. Nachdem wir gestern bereits einige Dinge in der Stadt erkundet haben, sind wir abends in den „Elefantenkeller“ zum Essen. Im Keller des Hotels befindend kommt man auf dem Weg dorthin nicht drumrum, überall Motive zum Fotografieren zu finden.

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Und ihr kennt mich ja, die nehme ich auch immer gerne wahr. Im Restaurant bekamen wir dann einen Platz in einer lauschigen Niesche, die bereits von Richard Strauß belegt war, der mit uns Karten spielen wollte.

Nach einem sehr leckeren Essen mit regionalen Spezialitäten sind wir dann noch mal in die Hotelbar, um wirklich alle „historischen“ Bereiche des Hotels erkundet zum haben.

Dieses Posting erweckt natürlich den Eindruck, als hätten wir uns nur im Hotel aufgehalten…..ich versuche jedoch eher zu strukturieren, wie ich die ganzen Eindrücke, die wir hier gewinnen (es ist ja erst Dienstag) sortieren kann.

Ferien…

Endlich haben wir Ferien.

Die letzten 2 Wochen während der Schulzeit waren noch mal heftig ..Namensfeier, Abschlussfeier, Aktionstag usw. (Facebookseite der Schule….)..eine Aktion hat die andere gejagt und manchmal wusste man gar nicht mehr, wo einem der Kopf stand. Das ist nun endlich vorbei und wir haben extremst entschleunigt. Die Zeugnisse der Kinder waren gut, sie und wir sind sehr zufrieden und wir haben nun unsere erste Ferienwoche begonnen, in denen wir alle 6 Wochen zu Hause sind. Ein Luxus, das ist uns schon klar, aber auch ein Wagnis…mal sehen, wann wir uns alle tierisch auf den Wecker gehen. Bisher hatte Will ja höchstens mal 2 Wochen mit uns frei und nun, ist er mit uns zu Hause.

Die Trauben in unserer Taverna sind kräftig am wachsen und wir freuen uns jeden Tag daran….naja, wenn das Wetter so ist, dass man in den Garten gehen kann. Die ersten Tage der Ferien waren ja eher bescheiden.

Will macht momentan 2 College Kurse in Geschichte und ist somit immer mal wieder mit Hausarbeiten schreiben beschäftigt, aber wir haben trotzdem genug Zeit auch Dinge zu unternehmen. Gavin können wir da nicht mehr zu begeistern, die Zeiten sind vorbei. Er ist 17 und macht eigentlich eher sein Ding alleine. So sind wir dann mit Joanna unterwegs, so wie heute im Japanischen Garten in Kaiserslautern.

Dort kommt man, obwohl er mitten in der Stadt liegt, sehr schön zur Ruhe. Natürlich mussten wir die Fische füttern…

 

Am Sonntag geht es nach Kassel, dort bleiben die Kinder und dann geht es endlich nach Weimar….freu.