Wie immer GUTEN MORGEN. Kaffee schlürfend sitze ich mal wieder hier und ja, wie immer schläft der Rest der Familie noch. Genau so soll es sein und ich genieße diese Zeit jeden Morgen aufs Neue.
Da wir gestern morgens nach Den Haag gefahren sind, hatte ich gar keine Zeit in Ruhe zu sitzen und etwas zu posten. Heute stehen nur 2 Bootsfahrten an, deshalb ist heute mehr Zeit.
Am Montag war Will den ganzen Vormittag tauchen und wir waren einfach nur hier im Park und haben entspannt. Nachmittags sind wir alle zum Strand direkt gegenüber vom Center Parc gelaufen, bzw. Gavin ist mit seinem ausgeliehenen Fahrrad gefahren.
Dort am Strand ist aber eher Windsurfing angesagt als richtig baden.
Es war richtig viel los, obwohl der Wind eigentlich nicht mehr so stark war, wie die letzten Tage. Dort ist auch eine Wasserrutsche angesiedelt, die direkt ins Meer geht.


Man muss aber einen Helm und einen Anzug anziehen, da man schon recht heftig auf das Wasser knallt. Gavin wollte aber nicht rutschen und Joanna kann das leider mit ihrem Kopf sowieso nicht. Also haben wir einfach ein bisschen zugeschaut und die Aussicht bei …..na ratet mal…..Kaffee und Pommes genossen.

Wir haben wirklich Glück mit der Lage unseres Hauses hier im Center Parc, da wir direkt am Wasser sind. Abends sitzen wir dann meistens draußen und genießen den Sonnenuntergang.

Gestern ging es nach Den Haag. Ich hatte bereits vor ein paar Wochen im Internet geschaut, was man dort alles anschauen kann. Diesmal sind unsere Ausflugsziele recht limitiert, da wir ja Tiber dabei haben und in viele Museen oder Ausstellungen können wir sie nicht mitnehmen und wir wollen sie aber auch nicht zu lange allein im Haus lassen. Also habe ich geschaut, was wirklich interessant für uns ist.
Recht schnell kam ich da auf den Internationalen Gerichtshof in Den Haag, der im Friedenspalast angesiedelt ist. Man muss dort aber Wochen vorher schon online eine Führung buchen und auch Name und Geburtsdatum angeben, da man sonst keine Karten bekommt. Ich war wirklich froh, dass wir das im Vorfeld gemacht haben, denn das Besucherzentrum des Friedenspalast, welches vor dem Palast angesiedelt ist, ist doch recht klein und gibt nicht viel her.
Die Fahrt nach Den Haag dauerte von hier ca 1 Stunde. Somit war uns gleich klar, dass wir nicht viel andere Sachen dort anschauen können, da Tiber im Haus blieb. Auf dem Weg nach Den Haag mussten wir zweimal anhalten, da Schiffe unsere Straße kreuzten.

Für uns ist das ja nicht alltäglich, wenn direkt vor dir so ein riesiges Schiff die Straße „überquert“.
Wir hatten Glück und konnten direkt vor dem Friedenspalast parken. Ein bisschen zur Geschichte dieses Gebäudes und zum Internationalen Gerichtshof. Der Friedenspalast wurde 1913 gebaut und war eigentlich ein Geschenk des Amerikaners Andrew Carnegie (die Carnegie Hall in New York ist auch nach ihm benannt). Andrew Carnegie war ein sehr reicher Amerikaner, der im Jahre 1901 seine Stahlfabrik für 480 Millionen Dollar verkaufte und damals der reichste Mann in Amerika war. Uns hat es interessiert, wie viel Geld das in heutigen Maßstäben wäre. Und es gibt tatsächlich im Internet einen Inflationsrechner und…..wie man unten sieht, wäre das heute richtig viel Geld gewesen.

Carnegie war als nicht nur reich, sondern unterstütze auch viele Einrichtungen und so auch die Idee einen Peace Palace in Den Haag zu bauen, der u.a. den Internationalen Gerichtshof beherbergen sollte. Da er aber auch ein großer Unterstützer von Bibliotheken war, machte er es zur Bedingung, dass dieser Palast auch eine große Bibliothek beherbergen sollte. Heute ist diese eine der bedeutendsten Bibliotheken zum Thema Völkerrecht auf der ganzen Welt.

Bei der Suche nach Informationen im Internet darf man, so wie ich, nicht durcheinander kommen, denn es gibt in Den Haag den Internationalen Gerichtshof und den Internationalen Strafgerichtshof. Zwei unterschiedliche Gebäude und 2 unterschiedliche Institutionen. Aber ich viel hier jetzt nicht zu viel ins Detail gehen, da es auch teilweise recht kompliziert ist.
Hat man sich vorher nicht angemeldet, kommt man leider auch erst gar nicht in den Friedenspalast rein. Am Eingang steht dieser „Wish Tree“, man konnte aber leider keine eigenen Wünsche mehr dranhängen.


Das Besucherzentrum vor dem Friendenspalast kostet nichts und man kann eine kleine Audiotour machen und einen Film schauen, alles ist aber nicht sehr groß.
Bevor die Tour begonnen hat, mussten wir alles einschließen. Es durfte nichts mitgenommen werden, nur unsere Pässe. Diese mussten wir immer bei uns haben und dann wurden wir, wie im Terminal durchleuchtet. So konnte ich dann natürlich auch gar keine Bilder vom Inneren des Palastes machen, aber ich habe einige aus dem Internet hier hochgeladen. Die Tour dauerte 1 Stunde und war wirklich super interessant. Unheimlich viele Informationen, so viele Dinge, die ich vorher gar nicht gewusst habe. Die Aufgaben des Internationalen Gerichtshofes z.B. oder das ganz viele Länder bestimmte Einrichtungsgegenstände in diesem Palast gespendet haben. Wir haben verschiedene Gerichtssäle gesehen, da es auch das Internationale Schiedsgericht dort gibt. Hier mal ein paar Bilder. Wie gesagt, diese sind alle aus dem Internet, da man keine Kameras oder Phones mit in das Gebäude nehmen durfte. Man sieht an den Bildern die Schönheit des Palastes. Der Marmor auf dem Boden ist z.B. ein Geschenk aus Italien.

Die Wandteppiche an den Wänden im Japanischen Raum ist ein Geschenk aus Japan, der Teppich dort auf dem Boden ein Geschenk aus der Türkei. Er geht über den ganzen Boden und war damals der größte Teppich außerhalb der Türkei. Im Bild sieht man auch die einzelnen Stühle, die auf der Lehne jeweils das Symbol des Landes haben, dessen Vertreter an der jeweiligen Konferenz teilnimmt.

Hier ein Bild vom Raum, in dem sich der Internationale Gerichtshof trifft. Wahnsinn.


Hier noch ein paar Bilder. Wirklich sehenswert. Wobei ich dazusagen muss, dass es die Tour nur auf Englisch oder Dänisch gab, Deutsch konnte man im Internet nicht buchen.
Voller Informationen sind wir dann wieder nach Hause und haben Den Haag dann nur noch ein bisschen beim Durchfahren der Stadt gesehen.
Zum Ausgleich ging es dann noch mal mit Tiber an den großen Strand, an dem Hunde auch frei rumlaufen dürfen. Dort hatte sie viel Spaß und war am Ende einfach fix und alle. Aber Wasser mag sie immer noch nicht. Auch nicht an ihren Füßen.