Weimar Teil 4 – Schiller und Weimar Haus

Am Nachmittag sind wir dann direkt mit vollen Mägen ins Schiller Museum, welches natürlich bedeutend kleiner, aber nicht weniger interessant war.

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Schiller kam erst recht spät nach Weimar, musste aus Stuttgart fliehen, da er dort eigentlich Medizin studierte und ihm verboten wurde zu schreiben. Er hatte aber bereits „Die Räuber“ geschrieben und das Stück wurde bereits aufgeführt ohne das bekannt war, dass er es geschrieben hatte.

In Weimar kaufte er sich ein Haus und war, so wurde es jedenfalls im Museum erzählt, der erste Schriftsteller Deutschlands, der nur von seinem Schreiben gelebt hat. Alle anderen Schriftsteller, wie z.B. Goethe, hatten noch andere Berufe, die ihnen das eigentliche Geld einbrachten.

Schiller starb recht früh, er wurde nur 45. Das Haus in dem er in Weimar lebte ist noch recht gut erhalten, vor allem oben in der Mansarde, in die er sich zurückzog, um zu schreiben, findet man z.B. noch seinen Originalschreibtisch.

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Hier ein paar Bilder aus Schillers Wohnhaus.

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Man kann sich vorstellen, dass unsere Köpfe nach den vielen Museen geraucht haben und wir sind erst mal zurück ins Hotel und haben uns erholt. Verarbeiten kann man das sowieso noch nicht alles gleich und vieles vergisst man auch recht schnell wieder.

Gut erholt ging es dann vor dem Abendessen noch mal in ein Museum „Das Weimar Haus“.

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Man kann es eigentlich nicht Museum nennen, es ist noch recht „jung“ und wurde gebaut, damit der Besucher 5000 Jahre Weimarer Geschichte in 30 Minuten erleben kann. Man durchläuft in diesen 30 Minuten verschiedene Szenerien (Räume) in denen durch Rundkulissen, Wachsfiguren und teilweise Spezialeffekten, die Geschichte der Stadt erlebbar wird. Erst wenn die „Vorstellung“ in einem Raum beendet ist, öffnet sich die nächste Tür. Kurz unangenehm fand ich die Frage der Kassiererin „Angst in geschlossenen Räumen?“……mhm, wenn sie mich so fragen……aber es ging, man sah ja immer, wo die Tür war und konnte notfalls rausgehen, auch wenn diese „angeblich“ erst auf geht, wenn der nächste Raum begehbar war.

Auch hier eine kleine Diashow, die Bilder sind alle sehr dunkel, da natürlich jeder Raum abgedunkelt war und immer nur ein Licht dort anging, wo etwas präsentiert wurde.

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Da das „Weimar Haus“ mit in der Weimar Card enthalten war, sind wir hineingegangen. Ansonsten lohnt es sich nicht wirklich, es ist nett gemacht und die Wachsfiguren sind auch toll dargestellt, aber nicht wirklich ein Highlight.

 

 

Weimar Teil 3 – Goethe „Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt“

Natürlich waren es Goethe und Schiller, die mich schon seit einiger Zeit nach Weimar „gezogen“ haben. Besonders seit mir meine Schwester Sandy an Weihnachten 2015 diese Handpuppen von Goethe und Schiller geschenkt hat, die sie selbst direkt in Weimar gekauft hat.

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Und nun konnte ich endlich den beiden Herrschaften näher sein. Ich kann euch eins versichern, nach 3 Tagen Weimar und unzähligen Museen merkt sich auch ein so löchriges Gedächtnis wie meines endlich wieder die wichtigen Eckpunkte im Leben der beiden Dichter und Denker.

Goethe reiste 1775 zum ersten Mal nach Weimar, auf Einladung des jungen Herzog Carl August (Sohn von Anna Amalia).

Bevor Goethe in sein eigentliches  Haus am Frauenplan zog, lebte er im „Gartenhaus“ im Park an der Ilm. Das haben Will und ich eigentlich erst nach dem eigentlich Wohnhaus abends angeschaut, als es schon zu war. Reingehen wollten wir auch gar nicht, sondern lieber den Spaziergang durch den tollen Park genießen und dann mit einer Flasche Rotwein vor Goethes Gartenhaus auf einer Parkbank den Tag ausklingen lassen. Wie so einige Schriften bestätigen, hat auch Goethe oft abends im Park herumflaniert und dort auch seine Frau zum ersten Mal getroffen.

In das Goethehaus am Frauenplan (siehe unten) zog Goethe zunächst als Mieter ein, bekam es dann aber später vom Herzog geschenkt und baute es für sich um. In diesem Haus lebte Goethe fast 50 Jahre lang, denn er wurde, für die damalige Zeit recht alt (82 Jahre).

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Neben dem Goethehaus, welches man als Museum durchlaufen kann, wurde auch das Goethe Nationalmuseum erbaut, in welchem man wirklich alles, was man evtl. bisher noch nicht von Goethe wusste, erfahren kann. Der Mann war wirklich sehr vielseitig.

Aber zunächst einmal ein wichtiges Bild. Ich glaube dies ist einigen von euch bekannt, es zeigt Goethe in seiner Schreibstube zusammen mit seinem Diener und Schreiber, dem er seine Werke diktiert hat. Natürlich kann man sich auch dieses Zimmer in Goethes Haus anschauen und wie man im unteren Bild sieht, ist alles fast noch genauso erhalten geblieben.

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Die Bilder von Goethes Wohnhaus habe ich in der u.a. Diashow zusammengefasst. Es gab natürlich noch viel mehr zu fotografieren, aber man muss es einfach mal selbst durchlaufen haben. Auch der Garten zum Haus ist bis heute noch super angelegt und sehr schön.

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Goethe war auch ein leidenschaftlicher Sammler von verschiedenen Kunstwerken und zur damaligen Zeit waren diese Sammlungen natürlich auch dazu gedacht, um zu zeigen, wie reich und kultiviert man war. In Goethes Haus gab es mehrere Räume, die nur zu repräsentativen Zwecken genutzt wurden. In diesen lud er täglich verschiedene Künstler ein, um mit ihnen über seine Werke, das Zeitgeschehen und viele andere Dinge zu diskutieren. Hier weilte auch Schiller oft, mit dem er zusammen die Literaturzeitschrift „Die Horen“ herausbrachte.

Natürlich ist dieses Haus eine richtige Touristenattraktion, die Menschen laufen scharenweise hindurch und viele Schulklassen wurden teilweise gelangweilt, teilweise interessiert durch die einzelnen Räume geschleppt. So verliert man immer wieder zwischendrin die Atmosphäre, aber manchmal in kurzen Momenten konnte man sich wirklich gut vorstellen, wie Goethe damals dort gelebt und gedichtet hat.

Im angrenzenden Nationalmuseum kann man die Ausstellung „Lebensfluten – Tatensturm“ anschauen, die nach verschiedenen Themengruppen sortiert ist (Genie, Gewalt, Welt, Liebe, Kunst, Natur und Erinnerung). Eigentlich müsste man zwischen beiden Museen erst einmal ausgiebig Pause machen und alle Eindrücke verarbeiten. Da sie aber im selben Gebäude liegen macht man evtl. nur kurz auf einer Parkbank in Goethes Garten halt, gibt seinem geschundenen Rücken ein paar Minuten im Sitzen Ruhe, schaut einfach nur vor sich hin, weil das Gehirn vor so vielen Eindrücken noch nicht mal mehr fähig ist einen normalen Satz zu formulieren.

Die Ausstellung begann mit einer tollen Übersicht, die über den halben Raum ausgebreitet war. Eigentlich etwas, was Will und ich in den letzten Tagen immer wieder versucht haben einzuordnen. Wir kommen ja beide nun aus sehr unterschiedlichen Ecken….mich interessiert eigentlich vorwiegend die Literatur und somit auch die einzelnen Epochen und er ist ja eher der Geschichtsfreak, der sich lieber archäologische Museen und geschichtliche Museen anschaut (die ich eher langweilig finde). In Weimar haben wir aber versucht den einzelnen Literaturepochen, geschichtliche Epochen zuzuordnen, bzw. haben nach einem Überblick gesucht, auf dem beides vereint ist. Dies gibt es eher nicht, aber im Museum wurde versucht in dieser Übersichtstafel das Leben Goethes und seine Werke zeitlich mit historischen Ereignissen zu vergleichen. Das war wirklich sehr spannend und hat meinen müden Geist wieder aufwachen lassen.

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Fotos habe ich nicht so viele gemacht, ich glaube, ich war auch einfach überwältigt von den vielen Ausstellungsstücken und konnte mich gar nicht entscheiden, was ich nun alles fotografieren wolle. In beiden Museen waren wir auch mit Audioguides ausgestattet und so rieselten ständig irgendwelche Infos auf einen ein. Will und ich gehen durch die Museen auch mit unterschiedlichem Tempo, bzw. jeder bleibt natürlich bei anderen Sachen länger stehen und verweilt mal oder geht weiter.

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Eine gute weitere Erklärung zur Ausstellung habe ich auf dieser Seite gefunden. Sehr lesenswert und es sagt eigentlich alles Wichtige aus (Gute Info Goethe Nationalmuseum. )

Will und ich sind dann erstmal Mittagessen gegangen und haben alles sacken lassen. Eigentlich müsste man sich Tage in den einzelnen Museen aufhalten, um wirklich alles genau zu erlesen, anzuschauen und zu kapieren. Wir brauchten aber noch ein wenig Platz in unseren Gehirnzellen, denn nach dem Essen ging es gleich weiter, sozusagen als Nachspeise, ins Schillermuseum.

Aber dazu mehr im nächsten Blog.

Ach und ja, es ist jetzt genau 4.33 Uhr morgens und ich werde dieses Posting gleich veröffentlichen. Ich sitze im Wohnzimmer meiner Mutter, seid gestern sind wir wieder in Baunatal und bin vor einer Stunde aufgewacht und konnte einfach nicht mehr schlafen. Also dachte ich mir, dass ich die Zeit mit etwas sinnvollem verbringe.  Getroffen habe ich bisher hier meine Mutter und Gavin, die auch nicht schlafen konnten….komisch…Gavin sitzt nun mit seinem Ipad neben mir und surft….das wird ein Spaß, wenn wir in 2 Stunden aufstehen wollen, um recht früh von Kassel loszufahren, da es wohl sehr voll auf der Autobahn werden soll. Naja, dann muss Will fahren und der Rest von uns pennt.

 

Ferien…

Endlich haben wir Ferien.

Die letzten 2 Wochen während der Schulzeit waren noch mal heftig ..Namensfeier, Abschlussfeier, Aktionstag usw. (Facebookseite der Schule….)..eine Aktion hat die andere gejagt und manchmal wusste man gar nicht mehr, wo einem der Kopf stand. Das ist nun endlich vorbei und wir haben extremst entschleunigt. Die Zeugnisse der Kinder waren gut, sie und wir sind sehr zufrieden und wir haben nun unsere erste Ferienwoche begonnen, in denen wir alle 6 Wochen zu Hause sind. Ein Luxus, das ist uns schon klar, aber auch ein Wagnis…mal sehen, wann wir uns alle tierisch auf den Wecker gehen. Bisher hatte Will ja höchstens mal 2 Wochen mit uns frei und nun, ist er mit uns zu Hause.

Die Trauben in unserer Taverna sind kräftig am wachsen und wir freuen uns jeden Tag daran….naja, wenn das Wetter so ist, dass man in den Garten gehen kann. Die ersten Tage der Ferien waren ja eher bescheiden.

Will macht momentan 2 College Kurse in Geschichte und ist somit immer mal wieder mit Hausarbeiten schreiben beschäftigt, aber wir haben trotzdem genug Zeit auch Dinge zu unternehmen. Gavin können wir da nicht mehr zu begeistern, die Zeiten sind vorbei. Er ist 17 und macht eigentlich eher sein Ding alleine. So sind wir dann mit Joanna unterwegs, so wie heute im Japanischen Garten in Kaiserslautern.

Dort kommt man, obwohl er mitten in der Stadt liegt, sehr schön zur Ruhe. Natürlich mussten wir die Fische füttern…

 

Am Sonntag geht es nach Kassel, dort bleiben die Kinder und dann geht es endlich nach Weimar….freu.

Singen und Schule und Kinder

Momentan, eine Woche vor den Sommerferien, scheint es so, als würde eine Veranstaltung die andere ablösen und überall ist man involviert und muss man hin und muss man was vorbereiten und muss man was mitbringen …..

Es ist kein Stillstand, sondern eher kopflastiger Overload, der eigentlich nur auszuhalten ist, weil man weiß, dass bald Ferien sind. So ganz nebenbei sind dann noch Zeugniskonferenzen und Zeugnisse zu schreiben und Verbalbeurteilungen zu machen.

Ich selbst bin momentan sehr gefordert, da ich ja auch die Webseite und die Facebookseite unserer Schule betreue.

Unsere Facebookseite und hier unsere Webseite. Witzig das ich „unsere“ schreibe, bin ich doch so sehr mit meiner Schule verbunden…..wie auch immer, da passiert jetzt einiges und muss auch einiges geschrieben und hochgeladen werden.

Heute hatten wir z.B. Namensfeier (unsere Schule hat einen neuen Namen bekommen). Da Joanna ja auch in meiner Schule ist und im Chor singt, hier mal ein Link zum Video vom Chor. (Da es auch auf unserer Facebookseite gepostet ist, darf ich es auch hier posten.)  Youtube Video Joanna Chor

Und hier noch ein Video von einer Probe des Chors( Joanna ist 2. von links) Probe

Aber auch Gavin singt weiterhin im Chor. Er ist bereits in der 11. Klasse, aber im Chor ist er weiterhin. Beim Konzert in Ramstein waren Will und ich jedoch gestern nicht. Nach soooooo vielen Jahren kann man sich da auch mal ne Pause gönnen, denn nicht nur der Chor singt, sondern auch das Orchester spielt und ……….

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Wir waren zwar nicht da, aber Facebook gibt natürlich genug Bildmaterial her. Ein Bild möchte ich dann doch hier posten…..Wer findet Gavin hier im Bild…..eigentlich recht leicht, da er einen Kopf größer als alle anderen ist.

Es freut uns, dass beide immer noch Spaß am Singen haben.

 

Kurztripp Westerwald

Letzte Woche hatten wir durch den Feiertag und Brückentag 4 Tage frei und sind deshalb nach langer Zeit mal wieder zu Zita in den Westerwald gefahren. Gavin ist zu Hause geblieben und hat die Zeit alleine sehr genossen. Er sagte bei unserer Rückkehr, dass wir das gerne öfter machen könnten. Einen Abend hatte er Freunde eingeladen und gegrillt und…..naja, was macht man so mit 17 Jahren……wichtig war, dass am Ende, bei unserer Heimkehr, wieder alles aufgeräumt war.

Wir waren mit Joanna von Donnerstag bis Samstag in Bad Marienberg und hatten uns in ein sehr schönes Hotel direkt in der Straße von Zita einquartiert.

Ein sehr schönes Hotel, mit Balkon und tollem Blick und auch das Frühstück war lecker. Und der Kaffee erst…..ich als Kaffee Snob….immer noch, da wird sich nicht viel ändern.

Zita und ich hatten viel aufzuholen an Gesprächen in den 3 Tagen und wir waren natürlich auch unterwegs, z.B. auf der Steigalm. Dort gab es einen tollen Spielplatz und auch einen schönen Biergarten.

Ich muss mich erst einmal wieder daran gewöhnen mehr Bilder zu machen, da ich ja ewig nicht mehr gebloggt habe und dieser Automatismus bei jeder Gelegenheit ein Bild zu machen, damit nichts verloren geht, muss erst einmal wieder in meinem Hirn ankommen.

Aber wenigstens gibt es ein Beweisbild der 2 Ernas. Man kann sich vorstellen, dass bei den abendlichen Gesprächen einige Flaschen Sekt geleert wurden und auch die nostalgische Route eingeschlagen wurde, als wir alte Bilder und Videos angeschaut haben….

Leider hat ja das Leben meine Freundinnen ja überall hin verschlagen. Natürlich habe ich auch noch ein paar hier vor Ort, die mir auch sehr wichtig sind…..aber manchmal ist die Entfernung auch irgendwie doof. Und man nimmt sich auch immer weniger Zeit um alle Freundschaften zu pflegen, da das Leben immer schneller an einem vorbeirauscht…..Entschleunigen……das haben wir ein bisschen gemacht…..

Taverna Manico di Padella

Am Haus haben wir auch ein bisschen was gemacht….vor allem an der Seite. Dort wächst ja sowieso schon Wein und nun haben wir eine Taverna daraus gemacht. „Taverna Manico di Padella“. Der Name war schnell gefunden, denn Manico di Padella heißt auf italienisch „Pfannenstiel“.

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Im Bild unten sieht man auch unser Weinfass. Das haben wir bereits 2 Jahre, aber bisher keine Zeit gefunden wirklich etwas damit zu machen. Nun haben wir alle Korken, die wir über die Jahre gesammelt haben oben auf das Fass gelegt und mit einer Plexiglasplatte abgedeckt. Nun ist daraus ein noch schönerer „Tisch“ geworden.

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Wir haben ebenfalls die Wände des „Seitenteils“ des Gartens gestrichen. Da war alles bisher mit einem schmutzigen Weiß angestrichen, das hat uns nicht mehr gefallen.

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Auch Tiber gefällt es jetzt noch besser in unserem Garten.

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Geburtstag Joanna/Gavin im Mai

Ich versuche hier in Kurzform ein paar wichtige Daten und Ereignisse der letzten Monate zu schreiben. Als wir letztes Wochenende bei Zita im Westerwald waren, haben wir abends (bei ein paar Flaschen Sekt und Bier), die alten Videos und Bilder von unserem Blog geschaut. Das ging 7 Jahre zurück……da konnten wir genau schauen, wann wir was zusammen gemacht haben. Viele Dinge hatten wir schlicht und einfach vergessen und der Blog hat uns erst wieder daran erinnert. Wie ich schon so oft geschrieben habe, schreiben wir also den Blog vorwiegend als Tagebuch, um uns an viele Sachen zu erinnern und um unsere Familie und Freunde in der Ferne (und auch der Nähe) an unserem Leben teilhaben zu lassen.

Deshalb wird es also nun ein paar Blogeinträge mit Bildern geben, um ein bisschen aufzuholen…um Erinnerungen in die Weiten des Internets zu bringen und sie festzuhalten.

So auch der 17. und 11. Geburtstag von Gavin und Joanna.

Gavin hat mit seinen Freunden gefeiert….es wurde gegrillt….und dann abgehangen…so wie halt 17-Jährige abhängen

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Joanna hat da natürlich anders gefeiert. Mit ihren Freundinnen, einige davon neu, da sie ja seit letztem Jahr im Sommer auf einer anderen Schule ist (5. Klasse….sie ist nun an meiner Schule). Zuerst waren alle bei uns und dann ging es zum Bowling auf die Base in Ramstein.

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Und getanzt wurde ebenfalls. Hier ihr Geburtstagskuchen…..tatsächlich von mir gebacken.

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Heroes for Heroes Veranstaltung Ramstein

Letztes Wochenende fand bei uns um die Ecke eine tolle Veranstaltung statt. „Heroes for Heroes“. Ein Benefizlauf für die Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland. Natürlich war für uns klar, dass auch wir dabei sein würden, da Joanna ja auch einige Zeit auf der Onkologie in Homburg gelegen hat und die Elterninitiative dort sehr viel tolle Sachen auf die Beine gestellt hat.

Das tollste für Joanna war, dass sie die erste Runde zusammen mit ihrer Freundin Josie laufen durfte, denn diese war „reserviert“ für Überlebende, ihre Familien und die Offiziellen der Veranstaltung.

Ich hatte den beiden extra T-Shirts machen lassen. Vorne stand „Cancer fears me“ und hinten ihre Namen. Ganz stolz sind beide die 1. Runde mitgelaufen. Eine tolle Freundschaft übrigens, beide haben in ihrem Leben schon einiges durchgemacht.

Aus diesem Grund sind diese Bilder für uns so beeindruckend und bedeuten uns auch sehr viel.

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Hier malen die beiden gerade im Luminaria Tent auf ihre „Laternen“, die dann abends angezündet wurden.IMG_4060

Der Link zum Bericht in unserer Ramsteiner Zeitung:

Ramsteiner News

Und hier dazu noch ein Video, welches vom Ramschder TV über die Veranstaltung gemacht wurde.

https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FRamschder.tv%2Fvideos%2F2079183662308926%2F&show_text=0&width=560“ target=“_blank“ rel=“noopener“>Ramschder TV

Über uns….

 

…der neue Blog hat eine Kategorie….Über…uns…

Da musste ich erstmal nachdenken, was ich reinschreibe….

Über uns. Bianka, Will, Gavin, Joanna und Tiber und unser Leben, das nicht immer den geraden Weg für uns wählt, aber uns auf vielen Umwegen tolle Erlebnisse beschert und uns immer wieder daran erinnert, was eigentlich wichtig im Leben ist. Wenn 2 Kulturen (amerikanisch und deutsch) aufeinanderprallen, unterschiedliche Lebensphasen (48,39,17 und 11 Jahre) und verschiedene politische Vorstellungen jeden Tag miteinander leben müssen, dann ist das nicht immer einfach, aber unheimlich bereichernd. Bei uns gibt es selten Stillstand, das Leben erwartet von uns, dass wir uns immer wieder schnell auf neue Situationen, gut oder schlecht, einstellen müssen. Joannas Krankheit, die uns eigentlich seit ihrer Geburt begleitet und heute noch genauso präsent wie damals ist, lässt uns immer wieder realisieren, was eigentlich wichtig im Leben ist. Die letzten beiden Jahren haben wir uns ein bisschen mehr eingeigelt, da wir viel zu verarbeiten hatten, da war einiges aufgewühlt. Wir haben uns die Zeit genommen und nun sind wir langsam wieder an der Oberfläche gelandet. Unsere Familie und Freunde, der wichtigste Halt für uns, immer an unserer Seite. Und nun, freuen wir uns einfach auf das, was da vor uns liegt.