Baunatal – Kassel – Documenta

Wie schon in den letzten Postings erwähnt, haben wir die Kinder in Baunatal bei Oma und Opa „abgegeben“…naja, sie wollten auf keinen Fall mit uns mit und lieber bei Oma chillen. Man kann sich vorstellen, dass es beiden wirklich gut ging. Lieblingsessen, Schnitzel, Spaghetti, Eis, so oft man will, ins Kino gehen, lange schlafen und einfach gar keine nervigen Eltern um einen rum, die immer etwas wollen. Die Oma- Ur wurde auch besucht und natürlich shoppen gegangen.

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Wir selbst waren nur kurz in Baunatal, haben natürlich auch meine Oma besucht, die mittlerweile 96 Jahre ist und leider bettlägerig. Manchmal redet sie noch ein paar Worte, aber meistens schläft sie oder schaut einen nur noch an. Das ist dann manchmal gar nicht so einfach, wenn man wieder geht und sie schaut einem so nach.

Da wir schon in Baunatal waren, sind wir auf dem Rückweg noch mal kurz auf die Documenta. Nicht wirklich in die Museen, denn, nach einiger Recherche, war mir schnell klar, dass diese Art von Kunst nicht so wirklich meins ist.

Aber ich wollte unbedingt zum Parthenon der Bücher.

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Mitten auf dem Friedrichsplatz in Kassel entsteht in den 100 Tagen der Documenta das Parthenon der verbotenen Bücher. Wie man sieht, ist es seinem Athener Vorbild nachgebaut und wurde genau an der Stelle in Kassel errichtet, an der 1933 eine Bücherverbrennung stattgefunden hat. Eine wirklich spannende Sache und die ganzen Bücher zu sehen, die verbotenen waren. Joanna konnte sich gar nicht darüber einkriegen, dass auch Harry Potter in einigen Ländern verboten war oder ist.

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Da ich gelesen hatte, dass man dort direkt „verbotene Bücher“ abgeben konnte, habe ich natürlich meine alten Bücherbestände bei meiner Mama durchforstet und eine Ausgabe von Bret Easton Ellis „American Psycho“ von 1991 gefunden. Dieses Buch war in Deuschland jahrelang verboten. Das haben wir dann mitgenommen und auch dort abgegeben.

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Gavin hat alles ausgefüllt und dann in die „Box“ geschmissen. Mit meiner Mama haben wir dann noch am Friedrichsplatz  gemütlich ein Eis gegessen und Cappu getrunken und dann ging es wieder heim.

Und mir fällt gerade auf, dass ich überhaupt kein Foto von meiner Mutter dabei habe. Ich muss mich erstmal wieder daran gewöhnen, dass ich wieder blogge und von bestimmten Situationen dann auch Bilder machen.