Niederlande – Port Zelande Teil 1

Da wir in den Sommerferien dann doch noch mal mit der ganzen Familie wegfahren wollten, haben wir uns nach einigem Überlegen für einen Center Parc in Holland entschieden. Eigentlich, so ganz tief in unserem Herzen, wären wir ja gerne wieder irgendwo in den Süden Allinclusive gefahren. Wir haben auch mal geschaut……und nach einem kurzen Herzstillstand, Gavin ist ja jetzt 17 und wird fast überall als Erwachsener gezählt und Joanna ist mit ihren 11 Jahren auch nicht mehr so billig, haben wir es dann gleich wieder gelassen. Also irgendwie war das alles vor ein paar Jahren noch viel billiger. Und außerdem und das gestehe ich, ist mir das Fliegen mit Joanna irgendwie immer noch nicht ganz geheuer. Sie hat ja seit 2 Jahren einen Shunt und seit dem sind wir noch nie geflogen. KLar, die Ärzte haben gesagt, es ist kein Problem, aber, irgendwas nicht erklärbares in mir, das sträubt sich irgendwie. Natürlich ist auch die Beule, also das Austreten des Hirnwassers hinten an ihrem Hinterkopf in diese „Beule“ schon besser geworden, bzw. momentan ist alles recht flach, ABER es ist eben noch nicht ganz zu. (Kurz zur Erinnerung, vor 2 Jahren bei den ganzen OPs war ja das Problem, dass die Dura, also diese dünne Hautschicht um das Hirnwasser im Gehirn bei Joanna einfach nicht mehr zu bleiben  wollte, trotz dreimaliger OP. Und nun hat man es ja einfach so gelassen, da die Narbe jetzt zu ist und nichts nach außen austreten kann. Gleichzeitig ist natürlich ihr Hinterkopf dadurch immer noch sehr anfällig, bzw. man muss aufpassen, dass sie nichts Spitzes drankommt usw…aber zu Joannas Situation schreibe ich mal ein separates Posting). Nun wieder zurück zu unserem Urlaub. Wo war ich? Ach ja, TEUER. Mittlerweile ist wirklich vieles richtig teuer geworden und da wir gerade unser Haus vorne aufgraben lassen und alles neu abdichten lassen (nasse Wände im Keller), kann man sich vorstellen, dass das Geld nicht gerade in jeder Schublade bei uns liegt, zumal Will ja jetzt auch in Rente ist.

Nachdem wir zuerst gar nicht weg fahren wollten, da bei uns im Garten noch einiges zu tun ist, haben wir uns dann doch dazu entschlossen einen Center Parc zu buchen.

Gestern haben wir dann das Auto voll gepackt, Tiber ist natürlich auch mitgekommen und los ging die Reise.

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In den Center Parc Port Zelande.

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Auf der Karte sieht man es links oben, der blaue Punkt, da sind wir momentan. Umgeben von Wasser, was wirklich ziemlich cool ist. Wir hatten wirklich Glück und die Fahrt hierher lief ohne jeglichen Stau ab. Es war sogar meistens recht entspannend zu fahren. In Holland sind wir über Goes und Zieriksee gefahren (auch auf der Karte oben zu sehen) um zum Center Parc zu kommen. Das war deshalb besonders cool, da man hier für ein paar Kilometer auf einer Straße übers Wasser fährt.

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Auch die Ankunft im Center Park war entspannt, alles war noch recht leer und wir konnten gleich in unser Haus.

Wie man in der KArte unten sehen kann, ist auch der Center Parc direkt am Wasser gelegen, bzw. vom Wasser umgeben und unser Haus (in der Karte mit der „Herzsprechblase“ gekennzeichnet…..irgendwie habe ich in meinem Bildbearbeitungsprogramm nichts Anderes gefunden) liegt auch direkt am Wasser, was wirklich sehr schön ist.

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Wenn jetzt noch das Wetter mitspielen würde, aber das hat leider eine etwas andere Vorstellung von Urlaub als wir. Denn, wie man auf der Wetterkarte so schön sieht, oben in Amsterdam ist es regnerisch und unten bei Ramstein wird es heute sonnig und warm. Auch die nächsten Tage sind jetzt nicht so richtig war vorhergesagt, aber,  und hier zitiere ich Gavin, der gestern im Regen gleich mal den Strand ausgekundschaftet hat: „Dieses Wetter liebe ich, nicht zu warm, nicht zu kalt und es regnet ein bisschen. Perfekt“. Na wenigstens einer findet das spitze so. Also ich hätte auch nichts gegen etwas SONNNNNNEEEEEE.

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Ich schreibe dies gerade während der Rest meiner Familie noch gemütlich schläft und ich in Ruhe meinen Kaffee genießen kann. Meine Lieblingszeit….mit Tiber war ich bereits draußen und nein, auch heute ist es nicht schöner das Wetter, wir haben Nieselregen und es ist, wie so oft am Meer windig.

Aber zurück zu unserem Tag gestern. In der Diashow sieht man ein paar Bilder von unserem Haus innen und außen und den Blick, den wir direkt von unserem Haus haben…..Segelboote, Wasser und den Aquapark direkt vor der Haustüre. (Und ja, das ist eine Luftmatratze mitten im Wohnzimmer…die hatten wir dabei und mal aufgepustet, eigentlich dachten wir, dass wir sie draußen irgendwo benutzen könnten, die Kinder fanden es aber direkt cool und haben sich draufgelegt)

 

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Natürlich haben wir dann auch recht bald den Park ein wenig erkundet. Wie in jedem Center Parc gibt es auch hier einen Market Dome mit allen Restaurants und Geschäften, Bowling Bahn. Ebenfalls gibt es dann hier auch noch ein Gebäude was sich Fun Factory nennt, dort gibt es abends Shows, KInder Disco und einen kleinen Indoor Spielplatz mit Minigolf. Und wie man auf den Bildern sieht, gibt es überall Boote…..

 

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Abends sind wir dann auch wirklich zur Kinder Disco gegangen, weil Joanna dort gerne mal schauen wollte, aber, wie ich es mir schon gedacht habe, ist sie nun einfach zu alt dafür und saß dann am Tisch und wollte nicht mittanzen.

 

Spaß hatte sie dann doch, aber man hat ihr angemerkt, dass sie die ganze Zeit mit sich gerungen hat, ob sie nun aufstehen sollte oder nicht. So haben wir am Tisch einfach ein bisschen mitgesungen. Aber ich bin mir sicher, dass dies nun nicht mehr Thema für sie ist.

So meine Lieben, stellt euch vor, es regnet gerade wieder hier und in 2 Stunden haben wir ein Elektroboot gemietet, um mal eine Stunde ein bisschen rauszufahren. Gavin freut sich schon, moment, gerade nicht, denn er schläft ja noch, aber gestern war er schon ganz aufgeregt. Wir hören uns morgen wieder…..mal sehen, wie nass wir werden.

 

FERIEN Teil 2

Mittlerweile ist die 4. Woche der Ferien fast vorbei und wir lassen es uns weiter gut gehen. Ich weiß, für die VIELEN da draußen, die keine 6 Wochen Sommerferien haben, sind meine Ausführungen auf dem Blog das direkte Rumstochern  in der offenen Wunde……stocher, stocher….

Wir haben Sandy, Josch und Luca in Wiesbaden besucht. Sandy hat ihren leckeren Nudelauflauf gemacht und für ein paar Stunden war unser „pile of family“ noch ein bisschen größer als sonst. Wir mögen das alle aber eigentlich ziemlich gern, natürlich nicht tagelang, aber genau so ist es richtig und schön. Und ich fahre auch immer wieder gerne in meine alte „Heimat“…..schnief…Wiesbaden, Mainz…irgendwann werden wir uns da mal ein Ferienhaus zulegen, wenn wir groß und reich sind.

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Gavin ist übrigens die meiste Zeit in seinem Zimmer in den Ferien…….hallo, er ist immer noch voll gestresst vom letzten Schuljahr und muss sich seelisch und körperlich auf das nächste, 12. Schuljahr vorbereiten. Das geht nur wirklich gut und ausgiebig in seinem Sessel oben in seinem Zimmer. Er kommt runter zum Essen und um mit Tiber zu laufen und mehrmals am Tag Fahrrad zu fahren. Ansonsten sieht man ihn nicht und er freut sich immer, wenn wir aus dem Haus sind und er seine Ruhe hat. Mit seinem Führerschein ist er übrigens auch gerade in den letzten Zügen. Die Theorie wird in ca. 2 Wochen sein und dann noch die praktische Prüfung. Dann muss er noch bis nächstes Jahr Mai „begleitet“ Fahren und dann darf er endlich allein rumdüsen.

Joanna trifft sich mit Freunden oder Freundinnen, spielt viel im und ums Haus und liebt Snapchat und Musicaly und all die anderen typischen Sachen, die man halt momentan so hat.

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Und bei Snapchat natürlich IMMER die süßen Öhrchen. Sie hat glaube ich Milliarden dieser Bilder auf ihrem Ipad……

Will war mal wieder Tauchen. In letzter Zeit ist das irgendwie zu kurz gekommen. Diesmal war es Nachttauchen, also ging es schon nachmittags an den See…dann erstmal tauchen, grillen und dann wieder tauchen. Ganz nach Wills Geschmack.

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In Holland wird er aber auch die Gelegenheit haben zu tauchen, er schleppt jedenfalls seine ganzen Gerätschaften mit (somit ist schon der halbe Van voll).

Auch mit Heike und Tim haben wir uns mehrmals getroffen und Joanna hat bei Josie übernachtet. Die 2 sind eigentlich heimliche Zwillinge, denn sie finden alles gleich gut und müssen immer das haben, was der andere hat und spielen stundenlang miteinander. Wenn man aber davon spricht, dass man nun endlich mal nach Hause müsse, dann ist das Drama groß. Zwei Dramaqueens drehen auf, unglaublich.

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Da hilft bei uns Eltern nur der Konsum von diversen Flüssigkeiten.

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Bei unserem letzten Treffen und beim Verköstigen dieser gerade genannten Flüßigeiten, erklärte uns Heike wie man auf Whatsapp Gifs versenden kann. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was vier erwachsene Personen daraufhin 1 Stunde lang gemacht haben………das Gelächter, Gepruste, Geschrei und die erstickungsartigen Lachanfälle konnte man bestimmt in der ganzen Nachbarschaft hören. Aber erstmal musste natürlich eine Gruppe in Whatsapp erstellt werden, damit alle gleichzeitig die jeweils neu gefundenen Gifs sehen konnten. Und dann ging es los. Unglaublich…..da haben sich Szenen abgespielt……gleichzeitig ist es immer wieder sehr erholsam, wenn man einfach mal nur entspannt alles hinter sich lassen kann….(Gifs sind übrigens, für die Nichtwissenden unter uns, diese kleinen animierten Fotos(/Kurzvideos)

Und jetzt verabschiede ich mich mit diesem „Steckschild“, welches für die Hochzeit für Wills Cousin gemacht wurde…….sehr treffend und wahr…. („Du musst nicht verrückt sein, um ein Pfannenstiel zu sein……wir werden dich ausbilden „trainieren“)

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Erinnerungen und Gegenwart

Vor ein paar Tagen ist mir ein Ordner mit Briefen in die Hände gefallen, die ich Will während seines Deployments nach Albanien und Mazedonien geschrieben hatte. Das war 1999. Es war genau um diese Zeit im Jahr, am 1. August kam er wieder , am 24. August haben wir geheiratet. Bald haben wir Hochzeitstag, 18 Jahre…..

Viel ist in diesen Jahren passiert, die Army, die hat unser Leben sehr bestimmt und oft nicht immer positiv. Aber es ist wie es ist und man muss nun mit den Altlasten einfach leben lernen. Und da sind wir ja eigentlich wirklich gut drin.

Das Lied im Video hören wir beide momentan sehr gerne, meistens im Auto, ich hab Will die CD geschenkt…..es handelt von bedingungsloser Liebe, auch wenn die Zeiten mal nicht so einfach sind.

Ferien im Hause Pfannenstiel

Zunächst einmal….wir sind alle im Faultiermodus…….klar machen wir schon Sachen, aber nie ohne zwischendrin immer lange und ausgiebig auszuruhen. Ich weiß , super Luxus, aber wir haben es auch verdient. Wobei Will noch bis nächster Woche einen Collegekurs hat und immer mal wieder an den Computer muss. Und ich, ja, man glaubt es kaum, auch ein Lehrer bereitet sich während der Sommerferien bereits auf seinen Unterricht vor. Mir schwirren wieder viele neue Ideen im Kopf rum, da muss ich dann wieder die Hälfte streichen, aber das finde ich immer die spannendste Phase, wenn es an neue Bereiche und Inhalte geht.

Während wir in Weimar und Baunatal waren, waren Celina (meine Nichte), Norman und Luca für ein paar Tage bei uns. Eine Nacht blieben sie noch und so konnten wir alle noch ein wenig zusammen Zeit verbringen. Luca und Joanna spielen immer besonders gern zusammen.

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Ansonsten genießen wir jetzt wirklich die Ferien alle zusammen. Bisher gehen wir uns auch wirklich noch nicht auf den Senkel, sondern freuen uns daran, einige Sachen zusammen zu machen und einfach mal zusammen runterzukommen. Vor unserem Weimar Urlaub hat uns z.B. meine Freundin Jutta besucht und Will hat seine leckere Lasagne mit selbstgemachte Spinatnudeln gemacht. Wie man sieht, haben ihm die Kinder geholfen. Und es hat uns allen geschmeckt. Jutta blieb über Nacht und so hatten wir genug Zeit zu quatschen.

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Wir haben auch einiges im Garten gemacht. Geschnitten, sauber gemacht und umgeräumt. Die Arbeit dort hört ja eigentlich nie auf und unser Rasen ist natürlich auch bei den Temperaturen nicht besonders hübsch anzusehen. Aber wenn wir abends auf unserer Terrasse oben oder unten sitzen, mit einem Gläschen Wein, dann ist es eigentlich wie Urlaub, nur zu Hause. Man schaut auf Grün und Bäume und freut sich immer noch daran, dass wir so ein tolles Grundstück wirklich gefunden haben.

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Wie man im Bild oben sieht, war Will tatsächlich mal beim Friseur und hat sich eine Nassrasur gegönnt. Eigentlich ist er dort hin, damit sie seinen „neuen“ Bart mal richtig in Form bringen und auf einmal kam er ganz glatt rasiert nach Hause. Das hat er sich direkt dort überlegt, dass doch erstmal alles ab sollte, war er vorher doch so erpicht darauf, endlich einen Bart wachsen zu lassen.

Seit einigen Monaten bin ich nun in unserem SPD Ortsverein Ramstein-Miesenbach aktiv und möchte mich da auch weiter engagieren. Ich war schon einige Zeit Gastmitglied bei der SPD und hatte es tatsächlich irgendwann total verpeilt, dass endlich mal zu ändern. Das habe ich dann letztes Jahr gemacht und nun, nach langer Zeit, tatsächlich offiziell mein Parteibuch überreicht bekommen. Meine Parteigenossen haben mich damit überrascht, denn ich bin eigentlich nur zu einem Sommerfest der SPD in Hütschenhausen mit Joanna gegangen, bei dem auch Roger Lewentz, Vorsitzender der SPD Rheinland Pfalz und Innenminister, anwesend war. Der schnappte sich auf einmal das Mikrofon, rief mich zu sich und ich bekam mein Parteibuch. Auf dem zweiten Bild werde ich gerade von Martin Müller, unserem Kandidaten zum Landrat umarmt. Im Bild zu sehen ist ebenfalls noch unsere Bundestagsabgeordnete und ein Landtagsabgeordneter der SPD.

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Das war wirklich eine tolle Überraschung. Ich werde mich auf jeden Fall weiterhin politisch engagieren und mal schauen, was die Zukunft da noch so an Ämtern oder so bringt.

Mit Heike, Tim, Josie und Sammy, haben wir uns auch wieder getroffen. Seit einigen Monaten machen wir wieder sehr viel zusammen. Gerade Will und Tim verstehen sich sehr gut, sind sie doch beide in ihren jungen Jahren Rentner. In der Schulzeit haben sie sich öfter mal vormittags getroffen, während wir alle in der Schule waren.

Diesmal waren wir uns bei uns getroffen und  als Nachspeise S`mores im Garten gemacht.

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Natürlich waren wir in den Ferien auch schon öfter bei Paul (Joannas Freund) und Silke und Torsten.  Wie man unten sieht, sind Paul und Joanna immer noch so verrückt wie früher. Eine Freundschaft, die wirklich schon lange geht, obwohl beide ja auch an verschiedenen Schulen sind.

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Und hier einfach mal ein paar Impressionen aus den letzten Tagen.

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Baunatal – Kassel – Documenta

Wie schon in den letzten Postings erwähnt, haben wir die Kinder in Baunatal bei Oma und Opa „abgegeben“…naja, sie wollten auf keinen Fall mit uns mit und lieber bei Oma chillen. Man kann sich vorstellen, dass es beiden wirklich gut ging. Lieblingsessen, Schnitzel, Spaghetti, Eis, so oft man will, ins Kino gehen, lange schlafen und einfach gar keine nervigen Eltern um einen rum, die immer etwas wollen. Die Oma- Ur wurde auch besucht und natürlich shoppen gegangen.

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Wir selbst waren nur kurz in Baunatal, haben natürlich auch meine Oma besucht, die mittlerweile 96 Jahre ist und leider bettlägerig. Manchmal redet sie noch ein paar Worte, aber meistens schläft sie oder schaut einen nur noch an. Das ist dann manchmal gar nicht so einfach, wenn man wieder geht und sie schaut einem so nach.

Da wir schon in Baunatal waren, sind wir auf dem Rückweg noch mal kurz auf die Documenta. Nicht wirklich in die Museen, denn, nach einiger Recherche, war mir schnell klar, dass diese Art von Kunst nicht so wirklich meins ist.

Aber ich wollte unbedingt zum Parthenon der Bücher.

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Mitten auf dem Friedrichsplatz in Kassel entsteht in den 100 Tagen der Documenta das Parthenon der verbotenen Bücher. Wie man sieht, ist es seinem Athener Vorbild nachgebaut und wurde genau an der Stelle in Kassel errichtet, an der 1933 eine Bücherverbrennung stattgefunden hat. Eine wirklich spannende Sache und die ganzen Bücher zu sehen, die verbotenen waren. Joanna konnte sich gar nicht darüber einkriegen, dass auch Harry Potter in einigen Ländern verboten war oder ist.

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Da ich gelesen hatte, dass man dort direkt „verbotene Bücher“ abgeben konnte, habe ich natürlich meine alten Bücherbestände bei meiner Mama durchforstet und eine Ausgabe von Bret Easton Ellis „American Psycho“ von 1991 gefunden. Dieses Buch war in Deuschland jahrelang verboten. Das haben wir dann mitgenommen und auch dort abgegeben.

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Gavin hat alles ausgefüllt und dann in die „Box“ geschmissen. Mit meiner Mama haben wir dann noch am Friedrichsplatz  gemütlich ein Eis gegessen und Cappu getrunken und dann ging es wieder heim.

Und mir fällt gerade auf, dass ich überhaupt kein Foto von meiner Mutter dabei habe. Ich muss mich erstmal wieder daran gewöhnen, dass ich wieder blogge und von bestimmten Situationen dann auch Bilder machen.

Weimar Teil 6 – Erholung

Wir haben uns tatsächlich zwischen den einzelnen Museen und auch gerade abends wirklich erholt und die Zweisamkeit genossen.

Frühstück haben wir 2x morgens auf der tollen Terrasse des Hotels genossen.

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Und einmal haben wir es aufs Zimmer bestellt. Diesen „Luxus“ gönnen wir uns eigentlich immer einmal, wenn wir allein unterwegs sind.

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Auch zwischendrin haben wir immer unsere Pausen gemacht, uns einfach in ein Cafe gesetzt und die Leute beobachtet (das kann ich ja gut).

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In Weimar hört man eigentlich an fast jeder Ecke irgendwelche Musik, oft klassische, wie oben im Bild das Quartett, aber auch Solokünstler. Das gibt dem ganzen natürlich noch ein schöneres Ambiente, wenn man sitzt, in Ruhe sein Cappuccino schlürft und einfach entspannt. Da entschleunigt man wirklich gut.

Natürlich waren wir auch vor dem Deutschen Nationaltheater, steht doch dort das bekannte Goethe und Schiller Denkmal und dort wurde die Weimarer Republik ausgerufen. Leider war gerade Sommerpause, sonst hätten wir uns gerne abends dort mal ein Stück angeschaut.

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Es versteht sich von selbst das wir auch einmal eine ORIGINAL Thüringer Bratwurst gegessen haben. Und Achtung….jetzt wissen wir auch, wie Thüringer BRatwurst auf Chinesisch heißt.

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Jeden Abend ging es dann nach dem Abendessen in die Hotelbar oder in die Hotelhale und dort haben wir dann den Abend ausklingen lassen. Der Barkeeper dort hat wirklich die besten Long Island Ice Tea gemacht und am 3. Abend haben wir bereits nur noch durch Blickkontakt bestellt. Ein wirklicher entspannter und leckerer Ausklang eines jeden Abends.

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Und natürlich haben wir auch noch mehr von der Stadt gesehen, als nur die einzelnen Museen. Hier schien es wirklich so, als haben sich alle wichtigen Dichter und Denker irgendwann mal irgendwo getroffen.

 

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Wir haben die Zeit alleine sehr genossen, haben viel geredet und Zukunftspläne geschmiedet. Das Wetter war nicht immer so berauschend, aber davon haben wir uns die Laune auch nicht verderben lassen.

Weimar Teil 5 – Und noch mehr Museen

Am 3. Tag in Weimar sind wir dann endlich auch in ein Museum gegangen, welches eher nach Wills Geschmack war. Er fand auch die bisherigen Museen nicht schlecht, aber archäologische oder geschichtliche Museen sind dann doch eher sein Fall. Also ging es ins Museum für Ur- und Frühgeschichte Thürigens.

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Ich kann diesen Museen eher weniger abgewinnen, liegen da für mich doch eher die hundertsten  Speerspitzen und Töpfe und Skelette nebeneinander. Will findet das total faszinierend und schaut mich immer ganz entsetzt an, wenn ich sage, dass die doch alle gleich aussehen. Aber nein, man müsse doch einfach genau hinschauen und das war doch in dieser Zeit und das in jener.

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Ich muss aber sagen, das Museum war sehr interessant aufgebaut, trotzdem bin ich durch die 2 Stockwerke dreimal so schnell durchgelaufen wie Will. Ich habe viele Bilder gemacht (siehe Diashow) und habe mich dann am Ende hingesetzt und auf ihn gewartet. Die ganzen geschichtlichen Zeitepochen bekomme ich einfach nicht in mein Hirn und auch die Berichte der Ausgrabungen und wo man was gefunden hat…….das wäre ja echt nichts für mich. In stundenlanger Kleinarbeit irgendwelche Tonbröckchen irgendwo ausgraben und dann in der Werkstatt noch stundenlang zusammensetzen und restaurieren. Ich bin doch soooo ungeduldig.

 

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Will hingegen finden Archäologie super spannend  (man kann sich vorstellen, dass unsere unterschiedlichen Charaktere manchmal kräftig aufeinanderprasseln…..ich langweile mich doch so schnell und er kann einfach diese Ruhe aushalten und nimmt sich Zeit……wobei ich wirklich versucht habe mich selbst in Weimar sehr zu entschleunigen und ich muss sagen, es hat eigentlich ganz gut geklappt)

Auf dem Rückweg vom Museum hat es natürlich richtig geregnet und wir Helden sind morgens ohne Regenschirm oder Jacke aus dem Haus, da der bewölkte Himmel GAR nicht auf Regen hingewiesen hat. So sind wir dann im Eilschritt ins nächste Restaurant geflüchtet und haben da Mittag gegessen und unsere nächsten Schritte geplant.

Nach der nötigen Mittagsruhe wollte ich unbedingt ins Goethe- und Schiller Nationalarchiv. Ich bekam von dem Gedanken schon allein Herzklopfen, dass da überall Originalschriften von beiden Autoren und noch weiteren berühmten Dichtern rumlagen und ich diese nach Lust und Laune anschauen konnte. Also sind wir mit 2 Regenschirmen ausgestattet dort hingelaufen. Schnellen Schrittes bin ich durch dieses Eisentor

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Und stand dann endlich vor dem Archiv.

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Beim Eintreten hätte mich eigentlich schon stutzig machen sollen, dass es nichts kostet. Sonst hat alles in Weimar ziemlich viel gekostet, wenn es um Museen ging. Hier zeigte uns der nette Herr nur, wo wir unsere Rucksäcke und Schirme aufhängen sollten.

Ja, ich hatte mich schon vorher informiert, was dieses Archiv ist und habe gelesen, dass dort momentan eine Ausstellung über den Komponisten Franz Liszt war.

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Mir war aber nicht klar, dass das eigentlich alles war, was man als Sterblicher dort sehen konnte. In diesem einen Ausstellungssaal wechseln immer die Schriften der Personen, die dort ausgestellt werden. Die Glaskästen sind auch mit Filzdecken zugedeckt, die man immer nur kurz aufmachen soll, damit die Originalschriften geschützt werden.

Natürlich war es interessant ein paar Originalstücke von Franz Liszt zu sehen, aber im Goethe und Schiller Nationalarchiv, wollte ich eigentlich etwas Anderes sehen. Nach 10 Minuten waren wir dann auch schon durch und es ging wieder runter zum Pförtner. Den musste ich dann nun doch fragen, was ich den anstellen müsse, damit ich mal die Originalschriften sehen kann………eine Option wäre, so erklärte mir der nette Mann, wenn ich z.B. Ein Buch schreiben würde und bräuchte Infos über Goethe oder Schiller und konkrete Briefe oder ähnliches, dann hätte ich evtl. die Chance eingeladen zu werden und ein paar Originalschriften  anzuschauen. Na toll, muss ich also doch irgendwann mal ein Buch schreiben.

Auf dem Rückweg sind wir dann noch ins Stadtschloss von Weimar. Lust hatte ich eigentlich gar keine mehr, war ich doch immer noch ein bisschen gefrustet von meinem Archiverlebnis (hatte ich mich doch sinnbildlich schon in Originalschriften wälzend gesehen), aber wir sind dann doch noch hinein.

Und Holla die Waldfee, war ich mal froh, dass ich nicht schon unten bei den tausenden von Heiligenfiguren aufgegeben habe (ich hatte Will eigentlich schon gesagt, dass ich keine Lust mehr auf den 2. Stock hatte…….mich hatte bereits dieses typische Phänomen eingeholt, wenn man einfach viel zu viel Input hat….ah ja, ein einzigartiges Gemälde aus der Barockzeit, und ein Madonnenschrein aus der Hand des Papstes? Gähn, gibt es nicht noch was Spannenderes?)

Im 2. Stock standen wir dann nämlich in einem riesigen Ballsaal. Die Bilder können diesen Prunk und die Größe einfach gar nicht wiederspiegeln. Es war echt der Hammer. Nicht umsonst steht in den Beschreibungen (die ich mir vielleicht vorher mal hätte durchlesen sollen, aber ich war ja zu sehr auf die Dichter konzentriert), dass die Prunkräume mit Festsaal, die große Galerie und die Dichterzimmer zu den schönsten Europas gehören.

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Und da wurde echt nicht gelogen. Man konnte fast fühlen, wie die Leute damals auf prächtigen Bällen durch den Saal getanzt sind.

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Richtig beeindruckend waren die Dichterzimmer, u.a. Ein Goethezimmer und Schillerzimmer. Die sieht man unten in der Diashow. Die Gemälde an den Wänden zeigten wichtige Szenen aus den Werken der Dichter. Wahnsinn.

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Aber, was für ein Prunk und Überfluss, dieses Zeigen müssen von Geld und Ansehen.

Weimar Teil 4 – Schiller und Weimar Haus

Am Nachmittag sind wir dann direkt mit vollen Mägen ins Schiller Museum, welches natürlich bedeutend kleiner, aber nicht weniger interessant war.

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Schiller kam erst recht spät nach Weimar, musste aus Stuttgart fliehen, da er dort eigentlich Medizin studierte und ihm verboten wurde zu schreiben. Er hatte aber bereits „Die Räuber“ geschrieben und das Stück wurde bereits aufgeführt ohne das bekannt war, dass er es geschrieben hatte.

In Weimar kaufte er sich ein Haus und war, so wurde es jedenfalls im Museum erzählt, der erste Schriftsteller Deutschlands, der nur von seinem Schreiben gelebt hat. Alle anderen Schriftsteller, wie z.B. Goethe, hatten noch andere Berufe, die ihnen das eigentliche Geld einbrachten.

Schiller starb recht früh, er wurde nur 45. Das Haus in dem er in Weimar lebte ist noch recht gut erhalten, vor allem oben in der Mansarde, in die er sich zurückzog, um zu schreiben, findet man z.B. noch seinen Originalschreibtisch.

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Hier ein paar Bilder aus Schillers Wohnhaus.

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Man kann sich vorstellen, dass unsere Köpfe nach den vielen Museen geraucht haben und wir sind erst mal zurück ins Hotel und haben uns erholt. Verarbeiten kann man das sowieso noch nicht alles gleich und vieles vergisst man auch recht schnell wieder.

Gut erholt ging es dann vor dem Abendessen noch mal in ein Museum „Das Weimar Haus“.

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Man kann es eigentlich nicht Museum nennen, es ist noch recht „jung“ und wurde gebaut, damit der Besucher 5000 Jahre Weimarer Geschichte in 30 Minuten erleben kann. Man durchläuft in diesen 30 Minuten verschiedene Szenerien (Räume) in denen durch Rundkulissen, Wachsfiguren und teilweise Spezialeffekten, die Geschichte der Stadt erlebbar wird. Erst wenn die „Vorstellung“ in einem Raum beendet ist, öffnet sich die nächste Tür. Kurz unangenehm fand ich die Frage der Kassiererin „Angst in geschlossenen Räumen?“……mhm, wenn sie mich so fragen……aber es ging, man sah ja immer, wo die Tür war und konnte notfalls rausgehen, auch wenn diese „angeblich“ erst auf geht, wenn der nächste Raum begehbar war.

Auch hier eine kleine Diashow, die Bilder sind alle sehr dunkel, da natürlich jeder Raum abgedunkelt war und immer nur ein Licht dort anging, wo etwas präsentiert wurde.

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Da das „Weimar Haus“ mit in der Weimar Card enthalten war, sind wir hineingegangen. Ansonsten lohnt es sich nicht wirklich, es ist nett gemacht und die Wachsfiguren sind auch toll dargestellt, aber nicht wirklich ein Highlight.

 

 

Weimar Teil 3 – Goethe „Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt“

Natürlich waren es Goethe und Schiller, die mich schon seit einiger Zeit nach Weimar „gezogen“ haben. Besonders seit mir meine Schwester Sandy an Weihnachten 2015 diese Handpuppen von Goethe und Schiller geschenkt hat, die sie selbst direkt in Weimar gekauft hat.

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Und nun konnte ich endlich den beiden Herrschaften näher sein. Ich kann euch eins versichern, nach 3 Tagen Weimar und unzähligen Museen merkt sich auch ein so löchriges Gedächtnis wie meines endlich wieder die wichtigen Eckpunkte im Leben der beiden Dichter und Denker.

Goethe reiste 1775 zum ersten Mal nach Weimar, auf Einladung des jungen Herzog Carl August (Sohn von Anna Amalia).

Bevor Goethe in sein eigentliches  Haus am Frauenplan zog, lebte er im „Gartenhaus“ im Park an der Ilm. Das haben Will und ich eigentlich erst nach dem eigentlich Wohnhaus abends angeschaut, als es schon zu war. Reingehen wollten wir auch gar nicht, sondern lieber den Spaziergang durch den tollen Park genießen und dann mit einer Flasche Rotwein vor Goethes Gartenhaus auf einer Parkbank den Tag ausklingen lassen. Wie so einige Schriften bestätigen, hat auch Goethe oft abends im Park herumflaniert und dort auch seine Frau zum ersten Mal getroffen.

In das Goethehaus am Frauenplan (siehe unten) zog Goethe zunächst als Mieter ein, bekam es dann aber später vom Herzog geschenkt und baute es für sich um. In diesem Haus lebte Goethe fast 50 Jahre lang, denn er wurde, für die damalige Zeit recht alt (82 Jahre).

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Neben dem Goethehaus, welches man als Museum durchlaufen kann, wurde auch das Goethe Nationalmuseum erbaut, in welchem man wirklich alles, was man evtl. bisher noch nicht von Goethe wusste, erfahren kann. Der Mann war wirklich sehr vielseitig.

Aber zunächst einmal ein wichtiges Bild. Ich glaube dies ist einigen von euch bekannt, es zeigt Goethe in seiner Schreibstube zusammen mit seinem Diener und Schreiber, dem er seine Werke diktiert hat. Natürlich kann man sich auch dieses Zimmer in Goethes Haus anschauen und wie man im unteren Bild sieht, ist alles fast noch genauso erhalten geblieben.

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Die Bilder von Goethes Wohnhaus habe ich in der u.a. Diashow zusammengefasst. Es gab natürlich noch viel mehr zu fotografieren, aber man muss es einfach mal selbst durchlaufen haben. Auch der Garten zum Haus ist bis heute noch super angelegt und sehr schön.

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Goethe war auch ein leidenschaftlicher Sammler von verschiedenen Kunstwerken und zur damaligen Zeit waren diese Sammlungen natürlich auch dazu gedacht, um zu zeigen, wie reich und kultiviert man war. In Goethes Haus gab es mehrere Räume, die nur zu repräsentativen Zwecken genutzt wurden. In diesen lud er täglich verschiedene Künstler ein, um mit ihnen über seine Werke, das Zeitgeschehen und viele andere Dinge zu diskutieren. Hier weilte auch Schiller oft, mit dem er zusammen die Literaturzeitschrift „Die Horen“ herausbrachte.

Natürlich ist dieses Haus eine richtige Touristenattraktion, die Menschen laufen scharenweise hindurch und viele Schulklassen wurden teilweise gelangweilt, teilweise interessiert durch die einzelnen Räume geschleppt. So verliert man immer wieder zwischendrin die Atmosphäre, aber manchmal in kurzen Momenten konnte man sich wirklich gut vorstellen, wie Goethe damals dort gelebt und gedichtet hat.

Im angrenzenden Nationalmuseum kann man die Ausstellung „Lebensfluten – Tatensturm“ anschauen, die nach verschiedenen Themengruppen sortiert ist (Genie, Gewalt, Welt, Liebe, Kunst, Natur und Erinnerung). Eigentlich müsste man zwischen beiden Museen erst einmal ausgiebig Pause machen und alle Eindrücke verarbeiten. Da sie aber im selben Gebäude liegen macht man evtl. nur kurz auf einer Parkbank in Goethes Garten halt, gibt seinem geschundenen Rücken ein paar Minuten im Sitzen Ruhe, schaut einfach nur vor sich hin, weil das Gehirn vor so vielen Eindrücken noch nicht mal mehr fähig ist einen normalen Satz zu formulieren.

Die Ausstellung begann mit einer tollen Übersicht, die über den halben Raum ausgebreitet war. Eigentlich etwas, was Will und ich in den letzten Tagen immer wieder versucht haben einzuordnen. Wir kommen ja beide nun aus sehr unterschiedlichen Ecken….mich interessiert eigentlich vorwiegend die Literatur und somit auch die einzelnen Epochen und er ist ja eher der Geschichtsfreak, der sich lieber archäologische Museen und geschichtliche Museen anschaut (die ich eher langweilig finde). In Weimar haben wir aber versucht den einzelnen Literaturepochen, geschichtliche Epochen zuzuordnen, bzw. haben nach einem Überblick gesucht, auf dem beides vereint ist. Dies gibt es eher nicht, aber im Museum wurde versucht in dieser Übersichtstafel das Leben Goethes und seine Werke zeitlich mit historischen Ereignissen zu vergleichen. Das war wirklich sehr spannend und hat meinen müden Geist wieder aufwachen lassen.

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Fotos habe ich nicht so viele gemacht, ich glaube, ich war auch einfach überwältigt von den vielen Ausstellungsstücken und konnte mich gar nicht entscheiden, was ich nun alles fotografieren wolle. In beiden Museen waren wir auch mit Audioguides ausgestattet und so rieselten ständig irgendwelche Infos auf einen ein. Will und ich gehen durch die Museen auch mit unterschiedlichem Tempo, bzw. jeder bleibt natürlich bei anderen Sachen länger stehen und verweilt mal oder geht weiter.

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Eine gute weitere Erklärung zur Ausstellung habe ich auf dieser Seite gefunden. Sehr lesenswert und es sagt eigentlich alles Wichtige aus (Gute Info Goethe Nationalmuseum. )

Will und ich sind dann erstmal Mittagessen gegangen und haben alles sacken lassen. Eigentlich müsste man sich Tage in den einzelnen Museen aufhalten, um wirklich alles genau zu erlesen, anzuschauen und zu kapieren. Wir brauchten aber noch ein wenig Platz in unseren Gehirnzellen, denn nach dem Essen ging es gleich weiter, sozusagen als Nachspeise, ins Schillermuseum.

Aber dazu mehr im nächsten Blog.

Ach und ja, es ist jetzt genau 4.33 Uhr morgens und ich werde dieses Posting gleich veröffentlichen. Ich sitze im Wohnzimmer meiner Mutter, seid gestern sind wir wieder in Baunatal und bin vor einer Stunde aufgewacht und konnte einfach nicht mehr schlafen. Also dachte ich mir, dass ich die Zeit mit etwas sinnvollem verbringe.  Getroffen habe ich bisher hier meine Mutter und Gavin, die auch nicht schlafen konnten….komisch…Gavin sitzt nun mit seinem Ipad neben mir und surft….das wird ein Spaß, wenn wir in 2 Stunden aufstehen wollen, um recht früh von Kassel loszufahren, da es wohl sehr voll auf der Autobahn werden soll. Naja, dann muss Will fahren und der Rest von uns pennt.

 

Weimar Teil 2 – Anna Amalia Bibliothek

Bevor wir nach Weimar gefahren sind, haben wir natürlich schon einiges recherchiert und im Internet angeschaut und sind so auf die Weimar card gestoßen. Viele größere Städte bieten diese Karten ja bereits an, denn mit ihnen kann man in viele Museen und Ausstellungen gehen und Geld und Zeit sparen. Wir haben uns die Karten nach Hause schicken lassen, weil wir dachten, dass wir so nicht erst ins Tourismusgeschäft in Weimar gehen müssten. Das war im Nachhinein total sinnlos, weil wir durch die super zentrale Lage des Hotel Elephants direkt am Marktplatz wohnen und dort auch das Tourismusbüro ist. Hier noch einmal eine kurze Hyme auf das Hotel (siehe Teil 1), denn man wohnt so zentral, dass wirklich alles in alle Richtungen zu Fuß begehbar ist. Wir haben Glück und diese Woche ist es nicht wirklich extrem heiß, genau richtig, um Dinge in der Stadt zu erkunden, aber bei richtig heißen Temperaturen wird es im Hotel etwas ungemütlich, denn, bei so einem alten traditionsreichen Haus, sucht man die Klimaanlage vergebens.

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Aber nun zurück zur Kultur. Da wir die Weimarkarte „nur“ 48 Stunden hatten, mussten wir im Vorfeld genau überlegen, ab wann wir sie einsetzen würden. Aus diesem Grund haben wir an unserem Ankunftstag viele Sachen abgelaufen, die man nur von außen betrachten konnte oder die nicht in der Weimar Karte enthalten waren.

So auch die Anna Amalia Bibliothek, für die man sich eigentlich im Vorfeld Karten reservieren sollte, das hatten wir aber versäumt und sind deshalb am Dienstag direkt morgens hin und hofften auf Karten an der Tageskasse. Die Bibliothek liegt direkt hinter dem Hotel, wir mussten also wirklich nur über den u.a. Platz laufen, vorbei an der Hochschule für Musik, aus der an allen Ecken klassische Musik ertönte und schon waren wir da.

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Wir hatten Glück und konnten noch Karten für den 10 Uhr Einlass bekommen. Wie schon erwähnt, die Anna Amalia Bibliothek ist nicht in der Weimar Card enthalten und auch nicht gerade billig, aber es war es mir wert.

Wenn man in Weimar ist, begegnet einem der Name Anna Amalia immer wieder. Es gibt Hotels, Restaurants und Museen mit ihrem Namen. Das liegt daran, dass ohne diese Dame Weimar gar nicht dieser besondere Ort der Literatur und Künste allgemein geworden wäre. Anna Amalia, Herzogin von Weimar und Umgebung, musste in jungen Jahren die Regierungsgeschäfte übernehmen, da ihr Mann verstarb und ihr Sohn viel zu jung war, um die Geschäfte zu übernehmen. Sie war aber gleichzeitig eine Frau der Künste und man sagt heute, dass es die Weimarer Klassik (eine Literaturepoche, die eigentlich nur durch Goethe und Schiller, die in Weimar zusammen gekommen waren, entstanden ist) ohne sie gar nicht gegeben hätte. In ihren Tafelrunden trafen sich ab 1775 regelmäßigen die „großen Denker und Dichter“ und diskutierten über so einiges. Im Bild unten sieht man die Dame.

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Durch diese Tafelrunden wurde Weimar ein Zentrum der Kultur, Anna Amalia gründete das Deutsche Schauspiel in Weimar und so siedelten sich immer mehr Dichter in Weimar an. Aus diesem Grund ließ sie auch das ehemalige Renaissance Schloss in eine Bibliothek umbauen. Der Rokokosaal dort ist bestimmt einigen von euch schon von Bildern bekannt.

Ihr könn euch vorstellen, dass ich den Saal mit eigenen Augen sehen wollte, Bücher, soweit das Auge blickt und dann noch so stilvoll umrandet….ein Traum. Nicht umsonst sage ich immer wieder, dass mein heimlicher Traum das Eröffnen eines kleinen Buchladens ist. Natürlich ohne die Aussicht damit wirklich Gewinn zu machen, so was  geht leider heute nicht mehr. Und dann dort mit Menschen sitzen und über Literatur diskutieren, Scheitern tut das natürlich an der Realität und daran, dass ich momentan eigentlich gar nicht mehr lese. Die Muse ist mir ja, wie schon geschrieben, irgendwie abhanden gekommen. Trotzdem verbinde ich noch immer sehr viel mit Büchern, liebe den Geruch…..das erinnert mich immer wieder an das Öffnen von Buchpaketen während meiner Ausbildung im Buchladen, dieser Geruch von frischgedruckten Büchern. Traumhaft.

Aber nun zurück zum Saal. Wirklich sehr beeindruckend. Man watschelt überwiegend durch diesen, grazil laufen ist hier absolut nicht angesagt, denn man muss die überdimensionalen großen Hausschuhe über seine Schuhe ziehen, die eigentlich nur eine rutschende Fortbewegung zulassen.

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Und ja, ich habe da meinen Kopf mit ins Bild geschmuggelt, damit ich mir dann wirklich selbst beweisen kann, dass ich auch da war. Ein Kollege in der Schule, mit dem ich auch über Facebook befreundet bin, sagt mir immer, dass meine Bilder, die ich da so poste, ja gar nicht so schlecht wären, wäre da nicht immer mein überdimensional großer Kopf, der vorne am linken oder rechten Bildrand zu sehen ist. Lieber Lieblingskollege, mein Kopf, der ist da immer, weil ich nicht will, dass der Rest meines Körpers auf diesen Bildern zu sehen ist. Glaubt mir, auch das habe ich schon probiert…der arme Will….machte ungeahnt immer wieder Bilder von mir……schrecklich…..meine mittige Körperausdehnung hat sich überproportional zu dem Rest entwickelt und da bleibt es dann doch lieber bei dem Riesenschädel, der am Rande vieler Fotos zu sehen ist.

Ich schweife ab, schrecklich, vielleicht liegt es daran, dass es gerade in Weimar regnet und wir eine Pause im Hotelzimmer einlegen, bevor es gleich zum Goethe und Schillerarchiv geht. Also habe ich etwas Zeit. Zeit, die Bücher unten noch einmal zu betrachten….dicke Wälzer waren da in der Bibliothek zu finden.

Und natürlich Goethe und Schiller , wie sollte es denn auch anders sein.

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Leider kann man nur von unten die verschiedenen Etagen des Rokokosaal betrachten, aber besser als gar nichts.

Was mich aber viel mehr bewegt hat, man glaubt es kaum, war die Ausstellung über das Feuer in der Anna Amalia Bibliothek im Jahre 2004……wie schrecklich das für die Menschen, die dort die Bücher gesammelt und restauriert haben, gewesen sein musste. Ausgelöst wahrscheinlich durch einen Kabelbrand im Dachboden stand die Bibliothek in Flammen. 50 000 Bücher sind verbrannt und 118.000 mit Brand- und Löschwasserschäden geborgen. Viele Helfer schafften es in dieser Nacht die Bücher in Sicherheit zu bringen, einige wurden sofort gefrier getrocknet andere direkt gereinigt.

Ich habe mal ein paar Bilder unten reingestellt (das ist eine Diashow….mal was Neues hier im Blog ausprobieren)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Was da für Schätze in dieser Nacht verbrannt sind, unglaublich. 10 Jahre hat es gedauert, den Saal und viele Bücher zu restaurieren, man ist immer noch nicht fertig. Viele Erstausgaben sind verbrannt.

Eine für mich sehr beeindruckende Bibliothek. Leider konnten wir nicht in diesen Lesesaal….ich glaube ich hätte Schnappatmung bekommen. Aber Will hat mir versprochen, dass er mir, wenn wir groß und berühmt sind, so etwas baut. Na dann kann ja nichts mehr schief gehen.IMG_4862